Innovative Produktionsschule (!PS) im Förderverein der Max-Eyth-Schule Dreieich e. V.

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Die Innovative Produktionsschule (!PS) ist eine Abteilung im Verein der Förderer und Freunde der Max-Eyth-Schule e. V. Sie ist Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im Bundesverband der Produktionsschulen. 

Die !PS ist ein Projekt, das in Kooperation der Max-Eyth-Schule und der Schule für Erwachsene am HLL-Dreieich (Hessencampus) durchgeführt wird. Sie wird außerdem vom Kreis Offenbach und von der Stiftung ProRegion der Fraport AG unterstützt. Das Hauptziel lautet: "Junge Erwachsene sollen einer Ausbildung oder einer anderen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zugeführt werden"

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Die Zielgruppe der !PS sind Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 – 25 Jahren, die zwar einen Schulabschluss, aber bisher noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Ebenfalls werden sog. "Dropouts" (Abbrecher aus anderen Schulformen des HLL) und Ausbildungsabbrecher aufgenommen. Den Teilnehmenden sollen Perspektiven eröffnet, ihre Potenziale zum Vorschein gebracht und diese zu Kompetenzen weiterentwickelt werden.

Durch die das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen der Teilnehmenden steigernde besondere Produktionsschulmethode sowie weitere stärkende Maßnahmen (Auftragsabwicklung für GEWOBAU-Neu Isenburg, AWO Heusenstamm, Stadt Dreieich, DLB Neu-Isenburg) und die sozialpädagogische Betreuung wird erreicht, dass die Teilnehmenden den nötigen "Mut" aufbringen, sich in Betrieben vorzustellen und ein Praktikum aufzunehmen.

Die für das Miteinander in den Betrieben wichtigen Schlüsselqualifikationen (u. a. Teamfähigkeit, Verlässlichkeit, Pünktlichkeit) werden während der Arbeit an den Aufträgen der !PS trainiert und weiterentwickelt. Der "Echtheitscharakter" der Aufgaben und das Entlohnungsprinzip spielen hierbei eine große Rolle. Erfahrungsgemäß wird durch den innovativen Produktionsschulenansatz erreicht, dass die Vermittlung der Teilnehmenden in Ausbildung und Arbeit in hohem Maße erfolgreich ist.

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Unterrichtsorganisation

Die Schülerinnen und Schüler der IPS-Klassen verbringen einen Großteil ihrer Unterrichtsstunden im Bereich der Metall- und der Holzwerkstatt in dem Fach „Produktherstellung“. Ein weiterer wichtiger Baustein ist das Fach „Gesundheit und Leben“, hier wird den Teilnehmenden der Bereich Pflege und Gesundheit nähergebracht.


Weiter Unterrichtsfächer sind Deutsch, Mathematik, Berufskunde, Sozialkunde und Datenverarbeitung. Parallel zum Unterrichtsgeschehen erhalten die Teilnehmer eine enge sozialpädagogische Betreuung und regelmäßig Rückmeldungen zu ihrem Leistungsstand.
In der IPS werden keine Beurteilungen in Form von Noten oder Zeugnissen ausgesprochen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten zweimal jährlich eine Bescheinigung für den Zeitraum ihrer Teilnahme.

Fach

Wochenstunden (Abweichungen möglich)

Produktherstellung Metall

7

Produktherstellung Holz

7

Gesundheit und Leben

2-3

Mathematik

2

Deutsch (bei Bedarf auf DaZ-Niveau)

2

Berufskunde

3-4

Datenverarbeitung

2

Politik und Wirtschaft

2

Englisch (wenn Kapazitäten vorhanden sind)

2

Produkte

Unser wichtigstes "Produkt" sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Produktionsschulklassen. Während des Schuljahres werden den „IPSlern“ ihre Potenziale und Perspektiven aufgezeigt. Damit steigern sie ihr Selbstwertgefühl, optimieren die notwendigen Schlüsselqualifikationen, um sich anschließend gut vorbereitet und erfolgreich in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren

Außerschulische Lernorte und Exkursionen

Neben den „normalen“ Unterrichtsstunden in den Theoriefächern und bei der Produktherstellung in der Metall- und Holzwerkstatt werden auch immer wieder besondere Lernsituationen und außerschulische Lernorte und Exkursionen im Unterrichtsgeschehen eingebunden.

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Sponsoren und Partner

Wie funktioniert die Aufnahme?

Die Innovative Produktionsschule richtet sich an junge motivierte Menschen ab 16 Jahren ohne Ausbildung oder berufliche Perspektiven.

Die Aufnahmevoraussetzungen für die Innovative Produktionsschule sind:

  • Die verlängerte Vollzeitschulpflicht (10 Schulbesuchsjahre) wurde bereits erfüllt.
  • Mindestens über einen Hauptschulabschluss verfügen.

Welcher Abschluss wird erreicht?

An der !PS kann kein weiterführender Schulabschluss erreicht werden. Das Ziel der IPS besteht darin, die Schüler:innen in diesem Jahr in eine qualifizierte Ausbildung zu vermitteln.

Erreicht werden:

  • Teilnahmebescheinigungen über die Zeit an der !PS
  • Praktikums- und Arbeitszeugnisse der Betriebe

 

Kommentar:

„Die !PS (Innovative Produktionsschule) – eine Abteilung im Förderverein der Max-Eyth-Berufsschule in Dreieich – ist eine Einrichtung, die sich darum kümmert, dass beruflich orientierungslose junge Erwachsene einen sinnvollen Einstieg über eine Ausbildung oder einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz in die Arbeitswelt finden. Da die !PS an eine Berufliche Schule angegliedert ist, ihre Teilnehmer aber aus unterschiedlichen Gründen (Alter, Schulbesuchsjahre) nicht mehr berufsschulpflichtig sind, kann das Land Hessen die Produktionsschule nicht mit der adäquaten Unterrichts – Lehrerversorgung ausstatten. Um das für die Gesellschaft nützliche Angebot aufrechterhalten zu können, sind wir also auf Sponsoren angewiesen. Unsere große Dankbarkeit gilt deshalb der Stiftung ProRegion der Fraport AG. Seit vielen Jahren erhält die Produktionsschule von der Stiftung erfreulicher Weise eine großzügige Unterstützung, um die beschriebenen Vorhaben umsetzen zu können.“

W. Petri

Kontakt:

W. Petri

Leiter der Produktionsschule

Tel.: 06103 31316616

Email: petri@mes-dreieich.de

Förderung:

Die Stiftung ProRegion fördert das Projekt seit dem Jahr 2010. Insgesamt wurden bisher Fördermittel in Höhe von 218.000 Euro (einschließlich Schuljahr 2021/2022) zur Verfügung gestellt.